Kooperation

Die überschaubare Größe der Stadt Springe (13000 Einwohner) und die daraus resultierenden kurzen Entfernungen zu unterschiedlichsten Bildungsstätten und Erfahrungsräumen in der Stadt erleichtern eine enge Kooperation, sodass die Lernbereiche der Schüler für alle Klassenstufen erweitert werden und künftige Schüler bereits Einblicke in das Schulleben gewinnen können.

Kindertagesstätten

Springe verfügt über sieben Kindertagesstätten bzw. Kindergruppen in unterschiedlicher Trägerschaft. Bedingt durch die Anbindung des Hortes werden auch aus allen Einrichtungen Kinder in die Grundschule Hinter der Burg eingeschult. Die enge Zusammenarbeit mit den Kitas bildet eine wichtige Grundlage für einen gelungenen übergang in die Schule.

In regelmäßigen Gesprächen erhalten die Lehrkräfte die Möglichkeit, etwas über die Schwächen und Stärken, die Persönlichkeit der zukünftigen Erstklässler zu erfahren und ggf. über bereits erfolgte Fördermaßnahmen informiert zu werden. So kann dieses bei der Klassenzusammensetzung berücksichtigt werden.

Doch auch für die zukünftigen Erstklässler ist es wichtig, die Schule mit ihren Schülern und Lehrern möglichst früh und angstfrei kennenzulernen. Deshalb werden die Schulkinder der Kitas regelmäßig zu unseren Foren, beispielsweise am letzten Schultag vor Weihnachten oder vor den Osterferien oder zu Schulfesten eingeladen.

Kurz vor Beginn der Sommerferien findet außerdem der jährliche "Kennenlerntag" statt, an dem die angehenden Schulkinder bereits in Kleingruppen die Möglichkeit erhalten, an einem Vormittag den Unterricht selbst zu erleben.

Förderschulen

Innerhalb der Kooperation mit Förderschulen nimmt die Zusammenarbeit mit der Peter-Härtling-Schule Bennigsen einen besonderen Stellenwert ein.

Zwei Lehrkräfte dieser Schule unterstützen die Arbeit in der Grundschule durch ihre Mitarbeit in allen Klassenstufen. In enger Absprache mit den Klassen- oder Fachlehrern ist dabei sowohl das stundenweise Teamteaching möglich, wie auch die individuelle Betreuung und Förderung einzelner Kinder und die Beratung von Eltern und Lehrkräften. Zurzeit steht eine Lehrkraft der Peter-Härtling-Schule zudem für die Förderung eines Integrationskindes in der ersten Klasse mit fünf Wochenstunden zur Verfügung.

Im Fall von besonders verhaltensauffälligen Schülern wird Kontakt mit dem Mobilen Dienst der Förderschule "Auf der Bult" in Hannover aufgenommen. Eine dort tätige Lehrkraft sowie ein Schulpsychologe werden zu Hospitationen in den Unterricht gebeten und entwickeln in anschließenden Gesprächen mit den betreffenden Lehrern und Eltern Problemlösungsstrategien, die das familiäre Umfeld der Schüler mit einbeziehen. Mobile Dienste stehen auch für andere Förderschwerpunkte, wie z.B. Sprache, zur Verfügung.

Jugendhilfe

Die Einrichtung der Jugendhilfe ist in Springe in das Schul-, Sport- und Jugendamt integriert.

Bei Verdachtsfällen auf Vernachlässigung der Schüler, häuslicher Gewalt oder auffallend häufigen Fehlzeiten informiert der Klassenlehrer den zuständigen Mitarbeiter des Jugendamtes und bespricht notwendige Maßnahmen. Des Weiteren erhält das Jugendamt ausführliche Schulberichte der Klassenlehrer über einzelne Schüler, sofern die Kostenübernahme für Fördermaßnahmen oder Therapien zu klären ist.

Die Mitarbeiter der Jugendhilfe ihrerseits suchen den Kontakt zur Schule, wenn beispielsweise Informationen über das Verhalten eines Schülers im Hinblick auf anstehende gerichtliche Entscheidungen (Sorgerecht o.ä.) notwendig sind.

In Springe ist ebenfalls die Jugendhilfestation EFES ansässig, die nach Absprache mit Schule, Eltern und Jugendamt nachmittags eine Gruppe von Kindern mit schwierigem familiären Hintergrund betreut.

Berufsbildende Schulen Springe und Hannover

Die Berufsbildenden Schulen Springe befinden sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Grundschule. Die Kooperation mit dieser Schulform ist besonders vielfältig, da dort unterschiedlichste Ausbildungsgänge vertreten sind.

Zu den sachkundlichen Themenbereichen "Vom Korn zum Brot" oder auch "Gesunde Ernährung" werden gemeinsam mit den angehenden Bäckern Brot und Brötchen gebacken. So erfahren die Schüler die Verwendung und Verarbeitung der aus dem Korn unterschiedlich gewonnenen Mehlsorten.

Die auszubildenden Sozialassistenten planen überwiegend die sozialen Kompetenzen betreffende Unterrichtsthemen und bringen sie den Schülern häufig durch Theaterstücke, Rollenspiele und Bewegungs-Erlebnisreisen für alle Klassenstufen nah.

Die angehenden Erzieher können vielfältige Projektangebote erarbeiten und stimmen sie mit dem jeweiligen Kassenlehrer ab. So fanden bislang Projekte zu den Themen "Arbeit und Arbeitslosigkeit", "Berufe", "Bauen von Instrumenten" und "Sitten und Gebräuche in anderen Ländern" (Beispiel Bulgarien) statt.

Auszubildende des Bereichs Holztechnik bauten Trocknerwagen für den Kunstunterricht der Schule und Schüler des Ausbildungsganges Bautechnik sind mit der Herstellung von Sitzgelegenheiten und Tischen an der Neugestaltung unseres Schulhofes beteiligt.

Der Computerraum wird von der Berufsfachschule Informatik betreut, nachdem zuvor durch eine intensive Kooperation mit der Berufsbildenden Schule ME, Bereich Elektrotechnik, aus Hannover seine Einrichtung ermöglicht wurde.

Sportverein

Der Tennisverein in Springe sowie der Schachverein ergänzen das schulische Angebot durch jeweils eine Arbeitsgemeinschaft für die Schüler pro Halbjahr.

Der Tennisverein erteilt wöchentlich zwei Stunden Tennisunterricht für Schüler der dritten und vierten Jahrgangsstufe in der Sporthalle des Schulzentrums Süd.

Der Schachverein bietet Schachunterricht für alle interessierten Schüler ab der ersten Klasse an und führt einmal pro Halbjahr ein Schachturnier für alle Springer Grundschulen durch.

Die Leseförderung "Mentor"

Der in Springe ansässige Verein zur Leseförderung "Mentor" ist seit einigen Jahren mit mehreren ehrenamtlichen Kräften an unserer Schule aktiv. Die Lehrer haben die Möglichkeit im Falle einer notwendigen Leseförderung eines Schülers einen Mentor um zusätzliche Unterstützung zu bitten.

Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter betreuen danach meist ein bis zwei Schüler im Anschluss an den Unterricht für eine Stunde in der Schule und lesen mit ihnen gemeinsam Schullektüren oder ausgewählte Bücher. Die Freiwilligkeit und entspannte Atmosphäre trägt dabei entscheidend zum Lernerfolg bei. Die Treffen finden häufig über mehrere Monate statt und fangen insbesondere fehlende familiäre Gelegenheiten zum Lesen auf.

Abenteuer Naturwissenschaften

Ein von zwei Diplombiologinnen gegründeter Verein vermittelt in Zusammenarbeit mit der Uni Hannover naturwissenschaftliche Grundkenntnisse und Arbeitsweisen an Kinder aus dem Kindergarten- und Grundschulbereich. Bereits zweimal führten die vierten Abschlussklassen das Projekt "dem Täter auf der Spur" durch; darüber hinaus wird im laufenden Schuljahr zum zweiten Mal eine Forscher-AG angeboten.

Stadtbibliothek Springe

Die Stadtbibliothek Springe ist direkt den Räumen der Grundschule angegliedert und bietet durch ihr vielfältiges Angebot viele Möglichkeiten den Schülerinnen und Schülern den Umgang mit Büchern näher zu bringen.

Bereits ab der ersten Klasse gehen die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrern und teilweise auch mit ihren Patenklassen in die Bibliothek, um sich gegenseitig Bücher vorzulesen oder auch einfach mal zu schauen, welche neuen Bücher es inzwischen so gibt. Ab der zweiten Jahrgangsstufe nutzen viele Klassen die Möglichkeit sich Bücherkisten zu bestimmten Themen zusammenstellen zu lassen, die dann im Unterricht genutzt werden können.